e.home von Dethleffs - Copyright Dethleffs

e.home – Das Reisemobil der Zukunft

Der renommierte Wohnmobil-Hersteller Dethleffs aus dem Allgäu möchte ein Vorreiter für Elektromobilität im Reisebereich werden. Im Rahmen des Caravan Salons in Düsseldorf wurde daher mit dem „e.home“ erstmals ein elektrisches Reisemobil vorgestellt, das eine autarke Stromproduktion besitzen soll.

Das e.home hat einen vollelektrischen Antriebsstrang und auch im Wohnbereich werden alle Funktionen mit Strom statt beispielsweise mit Gas betrieben. Der Antrieb ist ein flüssigkeitsgekühlter Dreiphasen-Asynchron-Drehstrommotor mit 80 kW Leistung. Die Akkus sind FIAMM-Natrium-Nickelchlorid-Batterien mit einer Kapazität von 3 x 76 Ah bei 400 V (3 x 30 kWh). Die Batterien sind, anders als Lithium-Ionen-Batterien, komplett recyclebar und haben eine Lebensdauer von etwa 1.500 Aufladungen. Dies entspricht einer Laufleistung von 250.000 Kilometer. Dank Hochleistungskondensatoren, sogenannten „Supercaps“, sollen die Performance des Fahrzeugs und die Lebensdauer der Batterien erhöht werden, da die Supercaps elektrische Energie schneller aufnehmen und abgeben können als andere Batterien.

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Um das Fahrzeug autark rein elektrisch zu betreiben (Fahren und Wohnen), muss auch der Strom selbst produziert werden. Für eine effiziente Stromgewinnung soll im Fall des e.home die Fotovoltaik sorgen: das Wohnmobil wird großflächig mit für den mobilen Einsatz optimierten Dünnschicht-Solarzellen bestückt. 31 m² der speziellen Solarfolie mit einer möglichen Leistung von ca. 3.000 W wurden daher verbaut. Besonders der Heizbetrieb ist in einem Wohnmobil wohl die energieintesivste Daueranwendung und so mussten die Entwickler für einen rein elektrischen Heizbetrieb unkonventionelle Lösungen suchen. Diese wurden in Form von Latent-Wärmespeicher-Platten gefunden, die an mehreren Stellen des Reisemobils verbaut wurden. Die Platten können bei Temperaturen über 26 °C Energie aufnehmen und diese bei kühleren Temperaturen wieder abgeben. Infrarot-Wärmeelemente wurden im Boden, in den Wänden und den Möbeln in Form von Flächen-Heizelementen verbaut, da Infrarotwärme nicht die Luft, sondern nur die Objekte in einem Raum aufwärmt – deutlich effizienter als herkömmliche Heizelemente.

Auch dem Thema Konnektivität kam bei der Entwicklung der Elektro-Studie hohe Bedeutung zu. Sämtliche Komponenten im Reisemobil wurden so digitalisiert und vernetzt, um sie über eine App steuern zu können.

Die elektrische Reisemobil-Studie e.home soll in den kommenden Jahren immer weiterentwickelt werden, um auch Wohnmobile auf den Weg zur Elektromobilität zu führen.

Addendum:

Artikel aus dem green car magazine VI /2017.

Quellen und Bildmaterial : Dethleffs

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