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Alpine A290 Cockpit

Alpine – Von der Sportwagenmanufaktur zur BEV-Edelmarke von Renault

Das beschauliche Hafenstädtchen Dieppe in der Normandie erwachte durch den Rennfahrer, Konstrukteur und Autobauer Jean Emile Amédée Rédélé zum ersten Standort der Sportwagenmanufaktur Alpine. Im den Anfangsjahren wurden die ersten Sportboliden noch manuell in der Avenue Pasteur zusammen geschraubt. Damit setzte eine bewegte Geschichte für die Marke Alpine in den folgenden Jahrzehnten ein, die im Jahr 2025 mit dem Einstieg in die Fertigung von BEV-Sportmodellen ein außerordentlich erfolgreiches Comeback gelang.

Am Anfang erfolgreicher Automarken stehen häufig Ideen von Persönlichkeiten aus der Automobilbranche. Jean Emile Amédée Rédélé war schon früh darauf ausgelegt, eine Rennsportkarriere zu starten. Als Sohn eines Renault-Händlers aus Dieppe lagen seine beruflichen Schwerpunkte zunächst im Rahmen seiner Ausbildung im bestandenen Diplom bei der staatlichen Hochschule für Höhere Laufbahnen in Industrie und Handel. Die in der Normandie durch den Krieg zerstörte Renault Vertretung seines Vaters übernahm er mit 24 Jahren im Jahr 1947.

Das erste offizielle Rennen von Rédélé ist datiert aus dem Jahr 1954 mit einem Sieg mit einem Renault 4CV. Anschließend folgten noch viele Rennen mit zahlreichen Platzierungen. Die Erfolge mit dem 4CV überzeugten ihn davon, eigene Fahrzeuge auf Basis dieses Autos zu konstruieren. Ein getunter Motor und eine verbesserte Karosserie wurden für die Rennstrecke eingesetzt.

Gründungsjahre

Ein Prototyp vom A106 wurde schon 1954 auf der New Yorker Auto Show vorgestellt. Das Design der Karosserie des A106 entwarf Giovanni Michelotti, die Technik wurd aus der Renault-Großserie genommen, der getunte Motor saß im Heck des Fahrzeugs. Im gleichen Jahr gründete Rédélé seine Firma Alpine für seine Sportwagen als Remineszens an den Sieg beim Criterium des Alpes von 1954 (Alpenpokal).

In seinem Heimatort Dieppe errichtete Rédélé auch die Alpine-Automobilwerke, in denen die Fahrzeuge manuell gefertigt wurden. Ab 1969 wurde zusätzlich ein neues Werk im Industriegebiet von Dieppe gebaut und 1970 die Fertigung gestartet. Die Produktionsfläche wurde gegenüber der Manufaktur vervierfacht und die Produktionsabläufe von Einzel- auf Serienfertigung von Hand umgestellt.

Alpine A290
Alpine A290

Renault übernimmt Aktienmehrheit

Nach den erfolgreichen Anfangsjahren stieg Renault 1973 durch die Übernahme einer Aktienmehrheit bei Alpine ein. Vorstandsvorsitzender und damit hauptverantwortlich für die Marke blieb weiterhin Rédélé bis zum Jahr 1978. Anschließend beendete er sein Engagement und verkaufte die restlichen Aktiienanteile an Renault. Danach verblieben die Markenrechte bei Renault und es kamen nur wenige Sondermodelle noch auf den Markt. Das ursprünglich Alpine-Stammwerk in Dieppe produzierte nach 1995 Renault Fahrzeuge.

Der Markenname wurde erst Jahrzehnte später wiederbelebt. Im Jahr 2017 wurde in Anlehnung an den legendären Alpine A110 ein Mittelmotor-Sportwagen auf den Markt gebracht in einer Sonderauflage von zunächst 1955 Fahrzeugen. Danach erfolgten mehrere Sondereditionen von diesem Modell.

 Verkäufe 2025
(ALLE MODELLE)
Differenz
vs. 2024 (%)
Frankreich5.383+ 89.5
Deutschland1.046+ 133,5
Großbritannien1.742+ 369,5
Belgien549+ 169,1
Schweiz373+ 189,1
Italien348+ 216,4
Spanien438+ 544,1
Niederlande294+ 1076,0
Weitere europäische Länder377+ 245,9
Europa gesamt10.551+ 145,1
Japan214– 7,0
Weitere Länder außerhalb Europas205+ 302,0
Außerhalb Europas gesamt419+ 49,1
Weltweit gesamt10.970+139,3

Einstieg in die BEV-Sportwagenproduktion

Mit der erfolgreichen Wiederbelegung der Marke Alpine gelang im Jahr 2025 der Neubeginn einer Ära in der Produktion von rein elektrischen Sportwagen. Als erstes Modell wurde der A290 auf Basis des elektrischen Renault 5 erfolgreich vorgestellt. Schon 2025 erhielt er den Titel „Europas Auto des Jahres“. In diesem Jahr erzielte der 290 mit 8.198 verkauften Einheiten für die Marke Alpine einen Kickstart und sorgte gleich für 75% des Umsatzes.

Verkaufszahlen nach Märkten ( Quelle Alpine)

Inzwischen sorgt schon vorgestellte A390 für neue Furore und noch mehr Umsatz innerhalb der Sportwagenmarke Alpine. Der neu entfachte Geist im BEV-Segment sorgt zusammen mit der legendären Geschichte der Marke für eine neue Euphorie und gibt Alpine eine langfristige Zukunft als Edelschmiede für Sportwagen.

Addendum

Alpine wird in den kommenden Jahren weitere Statements im BEV-Sportwagensegment setzen.

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N. Hagedorn
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