Die Schweiz ist nicht Mitglied in der EU und fährt einen eigenen nationalen Weg in der Förderung des Elektroautos. Während gerade in Norwegen und Deutschland hohe staatliche Prämien für einen Kaufanreiz sorgen, sorgte in der Schweiz eine Aufteilung in nationale und kantonale Fördermaßnahmen für regionale Besonderheiten. Die Förderungen sind jetzt ausgelaufen und die Karten bei den Neuzulassungen werden neu gemischt.
Ende der Förderung in 2024
Während die nationale Förderung zur Zeit noch batterieelektrische Fahrzeuge von der Automobilsteuer in Höhe von 4% des Fahrzeugwertes befreit war, gab es in den Kantonen ein breitgefächertes Förderprogramm mit einem möglichen Steuerbonus. Jeder Kanton und auch die Städte fahren ein eigenes Förderszenario. Damit ergaben sich dann auch von Kanton zu Kanton erhebliche Unterschiede bei den beliebtesten Fahrzeugen bei den Neuzulassungen. Diese Förderungen sind jetzt ausgelaufen.
Trends
„Verursacht durch die europaweit rigideste CO2-Regulierung erreicht der Schweizer Automobilmarkt mit 233’737 Neuzulassungen 2025 den tiefsten Stand seit über 25 Jahren. Während sich der europäische Markt sukzessive erholt und leicht wächst, bleibt die Schweiz erneut unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil neu zugelassener Steckerfahrzeuge beträgt 2025 ein Drittel. Damit bleibt das politische Ziel von 50-Prozent Steckerfahrzeugen ausser Reichweite. Trotz immenser Marktanstrengungen mit über 300 E-Modellen sind daher CO₂-Sanktionsfolgen in dreistelliger Millionenhöhe für die Importeure zu erwarten. Mit dieser Sanktionspolitik steht die Schweiz europaweit isoliert da.
Mit 233’737 Neuzulassungen verzeichnet der Schweizer Automobilmarkt im Gesamtjahr 2025 ein äusserst schwieriges Jahr. Gegenüber dem Vorjahr wurden knapp 6’000 Fahrzeuge weniger immatrikuliert, was einem Rückgang von 2,4 Prozent entspricht. Damit erreicht der Markt – unter Ausklammerung der Corona-Pandemie – den tiefsten Stand seit mehr als 25 Jahren. Der Schweizer Gesamtmarkt bleibt, anders als das restliche Europa, weiterhin deutlich unter dem langjährigen Vorkrisenniveau von rund 300’000 Neuzulassungen pro Jahr. Der Volumenverlust der Schweizer Automobilwirtschaft resultiert aus marktfremden CO2-Vorgaben, überdurchschnittlich hohen Energiepreisen und konjunkturellen Unsicherheiten, was sowohl Konsumentinnen und Konsumenten als auch Gewerbetreibende belastet. Die Erneuerung des Wagenparks verzögert sich dadurch weiter. Die letzte Erhebung vom Bundesamt für Statistik zeigt ein Durchschnittsalter von 10,5 Jahren, während es vor 25 Jahren (2000) noch 7,4 Jahre betrug.“ (Quelle auto-schweiz)
Die Top-5 BEV-Neuzulassungen in der Schweiz 2025

1. Tesla Model Y
4,935 Einheiten

2. Skoda Elroq
3.448 Einheiten

3. Skoda Enyaq
2.859 Einheiten

4. Volvo EX30
2.117 Einheiten

5. Audi Q4
1.910 Einheiten
| Schweiz beliebt als Auswanderungsland „Auswanderer aus Deutschland zieht es unter allen europäischen Staaten nach wie vor am häufigsten in die Schweiz. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hatten Anfang 2022 knapp 311 300 deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger ihren Wohnsitz im Nachbarland. Ihre Zahl nimmt seit Jahren zu. Im Vergleich zu 2021 betrug der Zuwachs weniger als 1 % beziehungsweise rund 1 800 Personen.“ ( Quelle Statistisches Bundesamt / 06.09.2023 ) |
Addendum
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Quelle. Statistik der auto-schweiz aus Bern / Änderungen vorbehalten
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