Die Schweiz ist nicht Mitglied in der EU und fährt einen eigenen nationalen Weg in der Förderung des Elektroautos. Während gerade in Norwegen und Deutschland hohe staatliche Prämien für einen Kaufanreiz sorgen, sorgte in der Schweiz eine Aufteilung in nationale und kantonale Fördermaßnahmen für regionale Besonderheiten. Die Förderungen sind jetzt ausgelaufen und die Karten bei den Neuzulassungen werden neu gemischt.
Ende der Förderung in 2024
Während die nationale Förderung zur Zeit noch batterieelektrische Fahrzeuge von der Automobilsteuer in Höhe von 4% des Fahrzeugwertes befreit war, gab es in den Kantonen ein breitgefächertes Förderprogramm mit einem möglichen Steuerbonus. Jeder Kanton und auch die Städte fahren ein eigenes Förderszenario. Damit ergaben sich dann auch von Kanton zu Kanton erhebliche Unterschiede bei den beliebtesten Fahrzeugen bei den Neuzulassungen. Diese Förderungen sind jetzt ausgelaufen.
Trends
Gegenüber dem Vorjahresquartal haben die sogenannten Steckerfahrzeuge (BEV und PHEV) um 37,6 Prozent zugelegt. Sie machen in diesem Jahr ein Drittel der Neuzulassungen aus. Damit setzen sich die Antriebstrends fort: Während reine Diesel-Personenwagen seit Januar mehr als ein Viertel unter dem Vorjahresniveau liegen (-26,8 Prozent), verzeichnen Plug-in-Hybride ein starkes Wachstum von 31,3 Prozent – nahezu ein Drittel mehr als im Vergleichszeitraum 2025. Dieses Wachstum ist auch Ausdruck der anhaltenden Zurückhaltung gegenüber der Elektromobilität in Reinform. Reinelektrische Antriebe (BEV) haben seit Anfang Jahr um moderate 6,3 Prozent zugelegt. Offenbar ist das Vertrauen in das Ökosystem Elektromobilität bei vielen potenziellen Käufern noch nicht gross genug, obwohl die Reichweiten der E-Autos zunehmen und diese auch preislich immer attraktiver werden. Diese Haltung ist verständlich: Mehr als 60% Prozent der Haushalte wohnen zur Miete und die allermeisten können bisher nicht zuhause laden. Auch die Strompreise bleiben hoch. Hier besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf, wenn die Schweiz ihre Klimaziele erfüllen soll.
Thomas Rücker, Direktor bei auto-schweiz, ordnet die Entwicklung ein: «Die aktuellen Zahlen sind ermutigend, obwohl sie sich nach wie vor auf tiefem Niveau befinden. Die nächsten Monate werden zeigen ob die Erholung von Dauer ist. Es ist damit zu rechnen, dass die Treibstoffkostenentwicklung einen wachsenden Einfluss haben wird. Die Branche hofft weiterhin auf eine stärkere Nachfrage, damit dem alternden Fahrzeugpark entgegengewirkt wird. Eine schnelle Erneuerung des Wagenparks hilft, die Emissionen im Strassenverkehr zu senken, und dank der modernen Assistenzsysteme die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.»““ (Quelle auto-schweiz)
Die Top-5 BEV-Neuzulassungen in der Schweiz Januar bis März 2026

1. Skoda Enyaq
763 Einheiten

2. Skoda Elroq
761 Einheiten

3. Tesla Model Y
510 Einheiten

4. Volvo EX30
411 Einheiten

4. Audi Q4
409 Einheiten
| Schweiz beliebt als Auswanderungsland „Auswanderer aus Deutschland zieht es unter allen europäischen Staaten nach wie vor am häufigsten in die Schweiz. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hatten Anfang 2022 knapp 311 300 deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger ihren Wohnsitz im Nachbarland. Ihre Zahl nimmt seit Jahren zu. Im Vergleich zu 2021 betrug der Zuwachs weniger als 1 % beziehungsweise rund 1 800 Personen.“ ( Quelle Statistisches Bundesamt / 06.09.2023 ) |
Addendum
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Quelle. Statistik der auto-schweiz aus Bern / Änderungen vorbehalten
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