E-Niro geht mit Aufwertungen ins neue Modelljahr

E-Niro geht mit Aufwertungen ins neue Modelljahr

22. Juli 2021 0 Von N. Hagedorn
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Bereits auf der Consumers Electronic Show im Januar 2018 in Las Vegas gab Kia einen Ausblick auf seine Elektromobilitätsstrategie und zeigte das Konzeptfahrzeug Niro EV. Die batterieelektrische Version des Crossover-Modells Niro gehört jetzt schon zu den beliebtesten SUV-Modellen in der Statistik des BAFA. Inzwischen sind allein schon vom e-Niro Spirit 204 Modelljahr 2020 bisher 3.475 mit dem Umweltbonus gefördert worden ( Stand 1. Juli 2021)

Jetzt geht der e-Niro mit leichten Aufwertungen in das Modelljahr 2021. Der Elektro-Crossover wird weiterhin mit zwei Antriebsvarianten angeboten. Das Basismodell (100 kW/136 PS) hat eine Batteriekapazität von 39,2 kWh und eine kombinierte Reichweite von bis zu 289 Kilometern. Die stärkere Version mit 150-kW-Motor (204 PS), 64-kWh-Akku und bis zu 455 Kilometern Reichweite ist weiterhin das bevorzugte Modell für die Mittelstrecke.

Über den Schnellladeanschluss (CCS-Stecker) lässt sich der Akku an einer Station mit 80-kW-Gleichstrom in nur 54 Minuten bis 80 Prozent aufladen unter optimalen Bedingungen. Das Laden mit Wechselstrom wird durch den optionalen 3-Phasen-On-Board-Charger (10,5kW) zügiger durchgeführt.

Aufwertungen im neuen Modelljahr

Zum Modelljahr 2021 ist der E-Crossover flexibler einsetzbar: Die Langstreckenversion mit 64-kW-Akku ist nun serienmäßig für 100 Kilogramm Stützlast ausgelegt und kann optional mit einer Anhängerkupplung ausgerüstet werden, um zum Beispiel den Fahrradtransport zu erleichtern. Der Anhängerbetrieb ist dagegen nicht erlaubt.

Auch der Sitzkomfort für den Beifahrer wird erhöht. Ab sofort ist der Beifahrersitz elektrisch einstellbar samt Lendenwirbelstütze. Umfangreicher nutzbar ist jetzt auch UVO-Connect. Die UVO-App ist auf kompatiblen Android- und Apple-Smartphones kostenfrei installierbar. Damit lassen sich Daten vom und zum Fahrzeug übertragen und zum Beispiel geplante Routen an das Navigationssystem des e-Niro schicken, der aktuelle Standort des Fahrzeugs ermitteln, Fahrzeugberichte und Diagnosemitteilungen abrufen und das Laden der Batterie überwachen sowie unterbrechen und fortsetzen. Diese Funktion ist sinnvoll für die Nutzung günstiger Nachtstromtarife. Die Funktion „Letzte Meile“-Navigation führt den Fahrer per Smartphone zur Zieladresse: Wird die Zündung in 200 bis 2.000 Metern Entfernung vom Ziel abgeschaltet, geht eine Push-Benachrichtigung an die UVO-App, die dafür sorgt, dass die Navigation dann per Google Maps fortgesetzt wird.

Kia e-Niro Innenraum - Copyright Kia
Kia e-Niro Innenraum – Copyright Kia

Neue Preise Juli 2021

Das Grundmodell mit 100 kW/136 PS Elektromotor hat eine Batteriekapazität von 39,2 kWh und kostet 38.290 Euro, in der Spirit-Topversion 41.290 Euro. Viel interessanter vom Preis-Leistungsverhältnis ist stärkere Version mit 150-kW-Motor (204 PS) sowie 64-kWh-Akku für bis
zu 455 Kilometern Reichweite. Reichweite und Reisekomfort stehen hier eindeutig im Vordergrund. Mit einem Preis für 42.790 in der Grundversion und 45.790 in der Spirit-Ausstattung ist dieses Modell auch als Gebrauchtwagen gefragt.

Zusatzausstattungen

Wer Wert auf hochwertige technische Features legt, ist mit der Spirit-Ausstattung sehr gut bedient. Die Topversion Spirit bietet hinaus LED-Scheinwerfer, ein hochwertiges Premium-Soundsystem
, induktive Smartphone-Ladestation, 220-Volt-Steckdose im Fond, Aluminium-Sportpedale, die Ambientebeleuchtung sowie Privacy-Verglasung (dunkel getönte Scheiben ab B-Säule) und Parksensoren vorn. Weitere Sonderausstattungen sind dann noch zwei Ausstattungspakete mit Bezügen in Ledernachbildung. Die Metallic-Außenlackierungen schlagen mit 620 Euro Aufpreis zu Buche. Wer noch etwas mehr Wert legt auf Wertstabilität legt, kann für moderte 135 Euro Aufpreis eine Zusatzkonservierung für Motorraum und Fahrzeugunterboden erhalten.

Fazit

Der Kia e-Niro Modelljahr 2021 hat dezente Aufwertungen mit auf den Weg bekommen. Das Preis-Leistungsverhältnis für einen der wenigen rein elektrischen Mittelstrecken-SUV mit dem großen Akkupaket stimmt. Mit dem Umweltbonus liegt er nach Abzug der Förderprämien von insgesamt 9.670 Euro gut im Wettbewerb der Crossover-Modelle.

Addendum

Bildmaterial Copyright Kia

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N. Hagedorn