Egret Eight E-Scooter – Against all odds

Egret Eight E-Scooter – Against all odds

16. Juli 2019 0 Von nh
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Jetzt ist es nach jahrelanger Vorbereitung endlich geschafft. Die Elektro-Scooter erhalten die Straßenzulassung für den Straßenverkehr. Florian Walberg, Geschäftsführer vom Hersteller Walberg Urban Electrics GmbH, mit Sitz in Hamburg hat einen Scooter-Roller entwickelt, der im Innenstadtbereich seine Stärken ausspielen kann. Walberg Urban Electrics setzt nach eigenen Angaben auf gutes Design, Produktqualität und einfaches Handling zu einem angemessenen Preis. Umweltzonen, wenig Parkmöglichkeiten und volle Straßen zur Rushhour sind überzeugende Gründe, sich für einen E-Roller in der City zu entscheiden. Hier kann er seine Stärken ausspielen: auf den kurzen Wegen zum Arbeitsplatz oder bei Kurzausflügen in die Stadt. Wir haben die aktuelle Version Egret Eight ausführlich testen können im hohen Norden.

E-Scooter Egret Eight
E-Scooter Egret Eight am Strand

Erst laden, dann cruisen

Einmal den Klappverschluss einrasten lassen, die Einsteckgriffe fixieren und ab geht es auf die Piste – so einfach funktionieren simple Roller ohne Antrieb Vom Prinzip her ähnlich läuft es beim E-Scooter. Doch vorab lohnt sich ein Blick auf den Ladevorgang für den Akku. Hierbei handelt es sich laut Hersteller um „Lithium-Ionen-Akkus mit einer Lithium-Eisenphosphat-Zusammensetzung (LiFePo4). In der Herstellung sind diese Versionen zwar teurer als Lithium-Mangan-Akkus, bieten dafür aber mehr Sicherheit. Laut Hersteller reagieren die Akkus vergleichsweise feuerfest und nicht explosiv. Der Kapazitätsverlust im laufenden Betrieb soll bei eingebauten Akkus nach 800 Ladevorgängen bei circa 20 Prozent liegen.Versprochen wird ein Aktionsradius mit Akkuunterstützung von 25 Kilometern. Darauf werden wir dann im Testbetrieb noch einmal eingehen. Nach circa sechs Stunden Ladezeit sind die Akkus voll geladen. Nach dem Ladevorgang ist der Akku bereit für circa 30 Kilometer Wegstrecke.

Hochwertige Verarbeitung und Ausstattungsdetails

Der Roller ist vorwiegend für sicheren Betrieb bei hohen Geschwindigkeiten konzipiert. Kein Wunder also, dass das gesamte Equipment auf robuste Alltagstauglichkeit ausgelegt ist, angefangen vom stabilen Rahmen und Lenker-Aufbau bis hin zum soliden Fahrwerk. Entsprechend liegt das Eigengewicht bei 14 Kilogramm. Beim Egret Egret Eight ist die vordere Achse über Schraubenfedern gedämpft , die hintere Achse über eine Federschwinge gefedert. Der E-Scooter macht einen soliden Eindruck hinsichtlich Fahrwerk und Technik.

Praxistest Egret Eight

Die ersten Testfahrten haben wir bei 15°C Außentemperatur mit unterschiedlichen Fahrern auf trockenem Belag durchgeführt. Ohne Motorunterstützung lässt sich der Roller ganz normal per pedes fortbewegen. Soll es dann schneller vorwärtsgehen, können per Knopfdruck der Motor und das Multifunktionsdisplay eingeschaltet werden. Kurzer Antritt, einfach Gas geben und schon nimmt der Egret Fahrt auf. Auffallend beim Anfahren ist die zügige Beschleunigung aus dem Stand heraus – unabhängig vom Gewicht des Fahrers. Hierbei erreicht der Roller laut Display auf kurzer Distanz die Höchstgeschwindigkeit von circa 28 km/h. Die Dosierung der Geschwindigkeit mit dem Gashebel ist nach kurzer Eingewöhnung gut im Handling. Die Bremse spricht sehr gut an und verzögert nachhaltig in der Praxis. Wir haben die Testfahrten auf gut geteerter Strecke ausgeführt – optimale Bedingungen für den Roller und größter Spaßfaktor für die Fahrer. Leichte Steigungen bis fünf Prozent stellen für den Roller bei unseren Testfahrten keine Probleme dar. Sollte es stärker bergauf gehen, hilft nur die Unterstützung per pedes, um den Motor nicht zu überlasten. Laut Hersteller soll der Roller bei nasser Witterung oder starkem Laubbefall der Wege nicht benutzt werden. Unter diesen Umständen ist die Unfallgefahr durch längere Bremswege und Rutschen in Kurven sehr hoch.Unser Fazit nach den ersten Testfahrten: ein sehr stabiler E-Roller mit hohem Spaßfaktor für den Alltagsgebrauch.

Addendum

Praxistest Frühjahr 2019

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