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EXIT – Elektroautooffensive der globalen Automobilhersteller


Fiat konsequent bis 2030


Ganz konkret sehen die Planungen bei Fiat aus. Bis 2030 will Fiat CEO Olivier François die Umstellung erreicht haben: „Zwischen 2025 und 2030 wird unsere Produktpalette schrittweise rein elektrisch. Dies wird eine radikale Veränderung für Fiat sein“, kündigte Fiat CEO Olivier François bei einer Diskussion am Vorabend des Weltumwelttages 2021 an. Bisher gibt es nur das Elektromodell Fiat 500e, dieser wird jedoch schon sehr gut vom Markt angenommen. Hierbei sollen aufgrund der sinkenden Akkupreise die Elektroautos langfristig nicht mehr kosten als ein Verbrenner. Im Rahmen des neuen Stellantis-Konzerns werden wohl alle Marken diesen Schritt verfolgen.


Honda beobachtet den Markt


Honda will erst ab 2040 keine Benzinautos mehr verkaufen. Innerhalb der nächsten Jahre will Honda den Anteil von Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeugen in ihren wichtigen Märkten China, Europa und USA kontinuierlich erhöhen. Laut eigenen Plänen soll dieser Anteil bei den Neuzulassungen im Jahr 2030 bei 40 % und im Jahr 2035 bei 80 % liegen. Betrachtet man die aktuelle Modellpalette, findet sich lediglich ein Kleinwagen mit der Modellbezeichnung E im Portfolio. Die nächsten rein elektrischen Modelle folgen im Jahr 2024.

MINI stellt definitiv um


Angefangen hat die Umstellung zunächst mit einem Plug-in-Hybrid-Modell. Aktuell gibt es ein Facelift vom MINI SE mit verschiedenen Ausstattungsvarianten, der sehr gut vom Markt aufgenommen wird. Schon 2027 sollen die Hälfte aller Minis elektrifiziert sein. Und bereits ab 2031 wird es laut derzeitigen Plänen nur noch reine Elektroautos vom MINI geben.

Volvo am Puls der Zeit


Volvocars hat schon in der jüngsten Vergangenheit Schritte zur Veränderung des Portfolios verkündet. Schon 2017 wurde die Weiterentwicklung des Dieselmotors eingestellt. Jetzt werden auch in Sachen Elektrifizierung Nägel mit Köpfen gemacht. Spätestens ab dem Jahr 2030 werden alle Modelle ausschließlich als Elektroautos auf den Markt gebracht. Der Volvo XC40 Recharge war der Anfangsschritt in die Zukunft. Auch der Vertrieb soll komplett modernisiert werden. Schon jetzt wächst der Anteil an Auto-Abos für relativ kurze Zeiträume beträchtlich. Mit der Edelmarke Polestar wird dieses exklusive Vertriebskonzept über die designten eigenen Stores schon erfolgreich praktiziert. Für die Zukunft wird auch bei Volvocars mit umfangreichen digitalen Vertriebskonzepten zu rechnen sein.

General Motors setzt auf die Ultium-Plattform


General Motors hat bereits im Januar 2021 mit dem neuen Markenlogo ein Zeichen für hohe Umweltverträglichkeit gesetzt. Das Logo in himmelblauen Farben steht für ein neues Bewusstsein für nachhaltige Mobilität in den kommenden Jahren. Ein erstes, deutliches Zeichen ist die neu entwickelte, modulare Ultium-Plattform für Elektrofahrzeuge. Herzstück ist ein Akkupaket, bei dem die verwendeten Zellmodule vertikal (Pick-ups und SUVs) oder horizontal (Performance-Fahrzeuge) gestapelt sind. Der neueste Plan sieht vor, 30 neue Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2025 vorzustellen.


Ford orientiert sich neu


Schon im Juni 2020 wurden in Kooperation mit Volkswagen Verträge für die globale Allianz für leichte Nutzfahrzeuge, Elektrifizierung und autonomes Fahren unterzeichnet. Für den europäischen Markt investiert Ford in Köln eine Milliarde US-Dollar in die Modernisierung seiner Fahrzeugfertigung in Köln. Mit dieser Investition baut der Automobilhersteller seinen Kölner Standort zum Ford Cologne Electrification Center aus. Damit sind die Weichen für die Elektrifizierung in den nächsten Jahren gestellt. Ab 2023 erfolgt die Fertigung des ersten Volumenmodells auf MEB-Basis in Köln.

N. Hagedorn
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