PLEV – Die neuen City- und Freizeitflitzer 2020

PLEV – Die neuen City- und Freizeitflitzer 2020

29. Juni 2020 0 Von Nils Hagedorn
Facebooktwitter

Innerhalb der letzten Jahre sind zahlreiche Fahrzeuge mit Elektroantrieb erschienen. Sie produzieren keine Abgase und lassen sich platzsparend verstauen. Auch das futuristische Design macht die kompakten Geräte für Kaufinteressenten attraktiv. Was nur wenige wissen: Nicht alle Fahrzeuge dürfen auf öffentlichen Straßen benutzt werden. Bei bestimmten PLEV muss laut Gesetzgeber ein Mindestalter erfüllt werden.

Elektro-Scooter

Roller mit Elektroantrieb gibt es in unterschiedlichen Bauformen und Farben. Zum einem gibt es Elektro-Scooter mit einem Sitz. Darauf sitzt der Fahrer wie etwa auf einem gewöhnlichen Mofa. Ein Beispiel für einen Scooter dieser Art ist das K1 “Mofa” von der Firma Hammer International GmbH. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h gilt es nach §21 StVZO als Mofa. Das bedeutet, dass der Fahrer das Mindestalter von15 Jahren erreicht haben muss. Daher benötigt der Fahrer mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung für die Fahrten. Zudem müssen eine Haftpflichtversicherung und ein Kennzeichen vorhanden sein, um am Straßenverkehr teilzunehmen.

Zum anderen gibt es Elektro-Scooter ohne Sitz, die optisch Tretrollern ähneln. Doch statt sich mit körperlichen Anstrengung fortzubewegen, sorgt ein Elektromotor für den Antrieb.

E-Scooter Egret Eight
E-Scooter Egret Eight

PLEV Scooter Egret Eight


Dieser Kategorie ist auch der Scooter Egret Eight zuzuordnen, der vom Hamburger Unternehmen Walberg Urban Electrics entwickelt wurde.
Wir hatten in diesen Sommer die Möglichkeit den E-Scooter ausgiebig im Alltag zu testen. Der Roller ist für den sicheren Betrieb bei hohen Geschwindigkeiten konzipiert, das gesamte Equipment ist auf robuste Alltagstauglichkeit ausgelegt, angefangen vom stabilen Rahmen und Lenker-Aufbau bis hin zum soliden Fahrwerk. Entsprechend liegt das Eigengewicht bei 14 Kilogramm. Eine zügige Beschleunigung aus dem Stand heraus – unabhängig vom Gewicht des Fahrers, ist beeindruckend. Die Motorleistung beträgt 350 Watt, die Höchstgeschwindigkeit ca. 28 km/h. Nach ca. 6 Stunden Ladezeit sind die Akkus voll geladen und bereit für ca. 30 Kilometer Fahrspaß. Das Modell verfügt über zwei Mechanische Bremsen (Vorder- und Hinterrad), Rück- und Frontlicht sorgen für zusätzliche Sicherheit. Der Egret Eight ist für ca. 1200 € erhältlich.


Weitere Informationen unter:
www.my-egret.com

E-Scooter – die Regeln

Seit dem 15. Juni 2019 dürfen E-Scooter offiziell im deutschen Straßenverkehr fahren, doch es gibt einige Regeln an die man sich halten muss:
Beim Kauf eines E-Scooters muss darauf geachtet werden, dass eine Allgemeine Betriebserlaubnis vorliegt, da sonst nur auf Privatgelände gefahren werden darf. Zur Zeit beantragen die Hersteller diese beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für ihre Modelle.
Einen Führerschein benötigt man für die Fahrerlaubnis nicht, da die E-Scooter maximal 20 km/h pro Stunde fahren dürfen. Gefahren wird auf dem Radweg, eine Helmpflicht gibt es für die Scooter nicht, aber ein Mindestalter von 14 Jahren ist vorgeschrieben. Des weiteren muss eine Bremse am Lenker, Licht, Blinker und Klingel vorhanden sein. Die Leistungsgrenze liegt bei 500 Watt. Ebenso müssen die E-Scooter versichert und mit einem Kennzeichen ausgestattet sein.
Erfüllen Sie diese Punkte steht dem Fahrspaß nichts mehr im Weg.

PLEV E-Board

Weitere Synonyme für diese Gerätegattung sind Hoverboard und Self balancing Board. Das zweirädrige Brett, auf dem der Fahrer steht, besitzt in der Regel weder eine Lenkstange noch ein Lenkrad. Stattdessen wird das Fahrzeug über die Gewichtsverlagerung und die Fußstellung des Fahrers gesteuert.
Das Beamie Hoverboard des Herstellers DASQ Electronics gibt es in den Farben schwarz, weiß, rot und blau und wiegt ca. 11 kg. Die Räder haben einen Durchmesser von 8 Zoll. Die Motorleistung beträgt 700 Watt. Mit dem E-Board können Geschwindigkeiten von bis zu 15 km/h erreicht werden. Eine Aufladung des Akkus (4,3 h / 36 V) reicht für eine Strecke von etwa 15 bis 20 km. Über die eingebauten Lautsprecher kann per Bluetooth Musik abgespielt werden.

Beamie Hoverboard - Copyright Beamie
Beamie Hoverboard – Copyright Beamie

PLEV Hoverboard


Mit einem Preis von 499 € gehört das Beamie Hoverboard zu den teureren Modellen. Ein sehr günstiger Preis sollte jedoch nicht das alleinige Kriterium für die Kaufentscheidung sein, denn in sehr günstigen Geräten sind oftmals minderwertige Akkus verbaut, welche eher zu Überhitzungen neigen. Dies hat in der Vergangenheit mehrfach zu Bränden geführt, wodurch Menschen verletzt wurden und teilweise sogar ums Leben kamen.
Der Hersteller des Beamie Hoverboards wirbt hingegen mit hohen Sicherheitsstandards. So ist in das Balanceboard mit einem hochwertigen Lithium-Lonen-Akku der Marke LG ausgestattet. Es verfügt über einen Überladeschutz und einen Temperaturfühler, der die Batterieladung des Akkus bei Überhitzung unterbricht. zusätzlich warnen Sprachansagen den Fahrer bei Überschreitung dieser Grenzwerte und man wird sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache über einen niedrigen Batteriestand oder das Erreichen der Höchstgeschwindigkeit informiert.
Der Lieferumfang besteht neben dem Board aus einem Netzladegerät, einer Bedienungsanleitung und aufklebbaren Schutz-Stripes.
Weitere Informationen unter:
www.mybeamie.de

E-Wheel

PLEV E§-Wheel - Copyright Inmotion
PLEV E§-Wheel – Copyright Inmotion

Beim E-Wheel handelt es sich um ein elektrisches Einrad ohne Sitz. Wie bei einigen anderen Elektrofahrzeugen hat sich noch kein einheitlicher Name etabliert. So wird es oft auch als Solo- oder Monowheel bezeichnet. Ähnlich wie ein Hoverboard lässt sich ein elektrisches Einrad durch Gewichtsverlagerung steuern. Es besteht jedoch nur aus einem Rad und seitlich montierten Trittflächen. So auch beim Inmotion V8. Das Rad hat einen Durchmesser von 16 Zoll. Inklusive Akku (72 V, 6,4 Ah, 480 Wh) wiegt das Inmotion V8 13,8 kg. Die Reichweite beträgt 30-40 km.

E-Wheel mit Zertifizierung

Das Gerät unterstützt eine Geschwindigkeit von maximal 30 km/h. Für die vollständige Aufladung des Akkus sind ungefähr 4,5 Stunden anzusetzen. Die Motorleistung beträgt 800 Watt. Das E-Wheel ist an der Vorder- und Rückseite mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Das Rücklicht dient zusätzlich als Bremslicht. Die sandpapierartige Oberfläche der Pedale verringert die Gefahr abzurutschen. Das V8 ist IP55-zertifiziert das heißt, dass das Gerät spritzwassergeschützt ist und auch bei nassen Verhältnissen bedient werden kann. Neben dem Monowheel sind im Lieferumfang ein Trolley-Grill, das Netzteil und die Bedienungsanleitung enthalten. Das Modell ist für ca. 1.090 € erhältlich. Zubehörteile wie Schutzhüllen, Ersatzreifen oder Aufbewahrungsständer können separat erworben werden.
Weite Informationen unter:
www.inmotion-imscv.de

Auch wenn das Tragen von Schutzkleidung bei keinem dieser Fahrzeuge vorgeschrieben ist, empfiehlt sich insbesondere für Fahrer von E-Boards und E-Wheels zumindest die Verwendung eines Helms, um Kopfverletzungen bei einem Sturz zu verringern.

Addendum

Artikel aus dem green car magazine.

Mehr Infos und aktuelle Trends zu nachhaltiger Mobilität gibt es im neuen Heft.

Facebooktwitter