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Fisker Ocean - Copyright Fisker

Produktion vom Fisker Ocean steht in den Startschuhen

Nach einen sehr langen Vorlaufzeit stehen beim Fisker Ocean die Zeichen auf dem Produktionsstart im November 2022. Trotz der Widrigkeiten in den Lieferketten soll der Termin gehalten werden und die ersten Fahrzeuge aus der First Edition hergestellt werden. Offensichtlich sind auch bereits die ersten Prototypen als Testlauf produziert worden. Nach dem Abschluss der erfolgreichen Testfahrten soll es jetzt zum offiziellen Produktionsstart übergehen.

Die Produktion erfolgt wie bereits kommuniziert bei Magna in Graz. Schon jetzt sind bereits vier Versionen über den Sport bis hin zum Extreme vom Einstiegspreis 41.560 Euro bis 69.950 Euro (Preise Oktober 2022 online) konfigurierbar.

„Die Qualität des Prototyps muss noch noch verbessert werden, bevor wir in die Serienproduktion gehen, da es sich bei einigen Teilen um frühe Prototypenteile handelt, aber das gibt uns die Zeit, noch mehr zu verfeinern. Nachdem ich Testwagen auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke in Italien und auf den Straßen von L.A. gefahren bin, bin ich begeistert von all den Funktionen, die wir im Fisker Ocean bieten werden und wie großartig sich der Fisker Ocean fahren wird.“ – lautet das offizielle Statement von Henrik Fisker, CEO von Fisker Inc.

Langfristig soll das Auto auch in Indien verkauft werden und die Planungen zur Produktion vor Ort sind bereits in Planung. Dafür ist allerdings das kompaktere Modell Pear vorgesehen. Die ersten Pear-Modelle sollen in den USA produziert werden im ehemaligen Lordstown-Werks in Ohio.

Technische Highlights

Der Trend zum Elektro-SUV nimmt in den letzten Jahren weiter Fahrt auf. Mit einigen eigenen Statements punktet der mit den voluminösen Radkästen optisch auffallende Ocean auf jeden Fall. Ein Solardach soll nach Herstellerangaben noch mal Strom für bis zu 3.000 Kilometer liefern. Ein üppiges Platzangebot und ein schwenkbares zentrales Infodisplay lässt sich flexibel nutzen, zum Beispiel zum Streamen von Filmen. Ein wichtiger Aspekt, der von allen Herstellern immer mehr Beachtung findet, ist die Verwendung von Recycling-Materialien für die Verkleidungen und Sitze des Fisker Ocean.

München als europäische Zentrale

Schon im Jahr 2021 eröffnete das in Manhattan Beach, Kalifornien, ansässige Startup ein Büro in München, um die Vorbereitungen für den Verkauf zu treffen. Geplant ist hier auch das erste europäische Markenerlebniszentrum. Da es noch kein umfassendes Werkstattnetz gibt, wird für Services am Fahrzeug eine direkte Fahrzeugabholung zu Hause angeboten. Als Alternative soll ein Fisker Mobile Service mit einem Techniker vor Ort bereitgestellt werden.

Rückblick

# 30.09.2021 Fisker Ocean startet 2022 mit digitalem Radarsystem

Eine der interessantesten Neuerscheinungen für das Jahr 2022 wird der brandneue Fisker Ocean. Mit dem Produktionsstart wird auch für Magna eine interessante Kooperation mit Fisker entstehen. Das Auto wird mit einigen interessanten Innovationen erscheinen. Als Fahrzeugbasis dient überarbeitete Version der von Magna entwickelten E-Auto-Plattform. Die interessanteste Lösung dürfte das neu entwickelte digitale ICON-Radarsystem sein.

Magna International operiert seit Jahrzehnten als weltweiter Zulieferer der Automobilindustrie und ist spezialisiert auf spezifische Kundenlösungen. Mit der Produktion des Fisker Ocean wird wohl aber langfristig auch die Etablierung als Kompetenzpartner für die Fertigung hochwertige Elektroautos angepeilt. Mit dem in Austin, Texas, Startup-Unternehmen Uhnder wurde das ICON Digital Radar in den letzten Jahren entwickelt. Das digitale Radar hat laut eigenen Angaben die Fahrumgebung deutlich differenzierter aufzulösen und zu interpretieren als vergleichbare analoge System. Laut den Entwicklungsplänen sollen unabhängig von den Lichtverhältnissen alle auf der Fahrbahn relevanten Objekte wie zum Beispiel Fußgänger oder Fahradfahrer frühzeitig erkennen bis zu einer Entfernung von 150 Metern.

Auf dem Weg zum Level 4 Autonomous Driving

„ICON Digital Radar verbessert die Leistung gegenüber dem heutigen analogen Radar signifikant und hebt diese Technologie auf ein Niveau, das bisher in Automobilbereich noch nicht erreicht wurde“, lautet das offizielle Statement von Boris Shulkin, Executive Vice President, Technology and Investment bei Magna International. „Ähnlich wie bei anderen digitalen Durchbrüchen in der Unterhaltungselektronik und Mobiltelefonbranche erwarten wir, dass das digitale Radar die Art und Weise, wie wir über die Rolle des Radars im Bereich der Verkehrssicherheit denken, verändern wird –heute und in Zukunft.“

Angekündigt wird eine höhere Auflösung und einen besseren Kontrast als bei analogen Radar. Dadurch soll das ICON Radar in der Lage sein, sich bewegende oder stehende Objekte, groß oder klein, sowohl auf kurze als auch auf große Entfernungen zu erfassen. Überlagerungsprobleme von analogen Radargeräten sollen dann der Vergangenheit angehören. Jedes digitale Radar wird mit einem eindeutigen sendefähigen Code ausgestattet. Damit ist jedes einzelne Radar identifizierbar und kann gegenseitige Störungen minimieren.

„Wir glauben, dass die Zeit reif ist für einen Paradigmenwechsel hin zu digitalen Radarsystemen, der es unseren Kunden wie Magna ermöglicht, genauere Informationen von ihrem Radarsensor zu erhalten, so dass sie ausgefeilte Algorithmen entwickeln können, um mehr Leben zu retten“, informiert hierzu Manju Hegde, CEO und Mitbegründer von Uhnder.

Laut eigenen Informationen von MAGNA International steht die Übernahme von Veoneer durch Magna in Kürze an. Veoneer ist ein traditioneller Hersteller mit bisher über 40 Millionen produzierten Radarsensoren.

Allego und Fisker schmieden Kooperation zum Verkaufsstart

Durch die neu vereinbarte Partnerschaft kooperieren Fisker und Allego , um das Laden von Elektrofahrzeugen und damit verbundene Dienstleistungen auf mehreren europäischen Märkten zu vereinfachen. Neukunden, die einen Fisker Ocean kaufen oder leasen zum Verkaufsstart, sollen im ersten Jahr alle Ladevorgänge kostenlos erhalten.

Addendum

Fotomaterial Copyright Fisker

Glaubt ihr an das Comeback 2022? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare.

N. Hagedorn
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