Reisen mit Hund

Reisen mit Hund

5. September 2019 0 Von nh
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Geht es in den wohlverdienten Familienurlaub, ist bei vielen Familien ganz klar: Der geliebte Hund muss auf jeden Fall mit! Viele Ferienhausanbieter oder Hotels sind bereits auf Urlauber mit Hund eingestellt und bieten dementsprechend viele Möglichkeiten für den Urlaub mit dem Vierbeiner an. Eine Reise mit Hund ist allerdings aufwendig und sollte bestens vorbereitet werden, denn nicht nur die Verpflegung des Hundes, sondern auch die Einreisebestimmungen des jeweiligen Urlaubslandes sollten unbedingt beachtet werden.

Beginnt erst einmal die Urlaubsplanung, so sind bereits im Vorfeld viele Überlegungen und Vorbereitungen zu treffen, wenn man sich dazu entschließt, den Familienhund mit auf Reisen zu nehmen. Wohin soll die Reise gehen? Ein Strandurlaub kann auch für Hunde ein tolles Urlaubsziel sein – solange er auch an den Strand darf. Bei der Planung des Urlaubslandes sollte man unbedingt auf die Einreisebestimmungen achten, denn hier gilt es zum Beispiel frühzeitig eine Tollwutimpfung für den Hund zu veranlassen, sollte dies nicht schon geschehen sein.

Reisevorbereitung mit dem Tierarzt planen - Copyright BillionPhotos.com @ fotolia.com

Reisevorbereitung mit dem Tierarzt planen – Copyright BillionPhotos.com @ fotolia.com

Der EU-Heimtierausweis, eine Kennzeichnung durch einen Mikrochip sowie die bereits erwähnte Tollwutimpfung darf dabei in keinem EU-Mitgliedsstaat fehlen. Manche Länder haben noch weitere Einreisebestimmungen, welche vor Reiseantritt überprüft werden sollten. Wenn möglich und vorhanden, sollte auch eine Abstammungsurkunde oder ein DNA-Nachweis mitgeführt werden, um im Zweifelsfall abzuklären, welcher Rasse der Hund angehört. Fragen Sie am besten auch Ihren Tierarzt, ob es „Reisekrankheiten“ gibt, vor denen Sie Ihren Hund schützen können – eine kleine Reiseapotheke für den Vierbeiner zurechtzulegen, ist sicherlich keine schlechte Idee.
Viele Reiseanbieter helfen schon im Vorfeld, das passende Urlaubsdomizil für die Familie mit Hund zu finden. Besonders hundefreundliche Domizile werden daher oft gekennzeichnet, sodass Hundehalter sich darauf verlassen können, dass der Aufenthalt für den Vierbeiner auch angenehm ist. Bei Ferienhäusern bieten sich natürlich große, im besten Fall eingezäunte Gärten an, in denen der Hund nach Herzenslust herumtollen kann. Als Trend entwickelt haben sich auch besondere Hundehalter-Hotels. In manchen können die Gäste im Vorfeld das Hundefutter aussuchen – bei Ankunft stehen dann Futter, Hundekörbe und Näpfe im Zimmer bereit.

Die Reise mit dem Auto

Eine Anreise mit dem Auto bietet sich mit dem Hund besonders an – hier können so oft wie möglich kleine Pausen eingelegt werden, sodass sich der Vierbeiner die Beine vertreten kann. Wasser sollte ihm bei der Autoreise dabei immer zur Verfügung stehen – ob er Nahrung verträgt, sollte besser im Vornherein getestet werden, damit es auf der Fahrt keine bösen Überraschungen gibt. Um ein Überschwappen des Wassers im Napf zu verhindern, gibt es spezielle Reise- bzw. Wassernäpfe, die ein Überlaufen verhindern.
Sicherheitsvorkehrungen sollten natürlich in Bezug auf den Hund nicht fehlen. Soll er im Kofferraum mitreisen, bieten sich Transportkisten aus Kunststoff, Alu oder Softmaterial an. Diese sparen Gewicht und Platz, sodass zusätzliches Gepäck im Kofferraum verstaut werden kann. Hier sollte aber unbedingt auf Lüftungsschlitze an den Seiten oder im oberen Bereich der Transportkiste geachtet werden. Diese sollten auf jeden Fall frei bleiben.

Temperaturentwicklung im geschlossenen Auto

Wollen Sie sich extra für die Fahrt in den Urlaub eine Transportbox für den Hund anschaffen, so achten Sie darauf, dass Sie ihm vorher eine gewisse Eingewöhnungsphase gönnen. Ist der Hund an seine Transportbox gewöhnt, verhält er sich während der Fahrt auch ruhig, da er sich darin wohl fühlt. Ist etwas mehr Platz zur Verfügung, kann auch ein Trenngitter zwischen Kofferraum und Fahrerkabine den Hund sichern. So hat er mehr Bewegungsmöglichkeit und kann seine Liege- oder Sitzposition auch während der Fahrt beliebig ändern. Sollte der Hund auf der Rückbank Platz nehmen, so sichert ein spezieller Gurt in Verbindung mit einem Geschirr den Hund bestmöglich ab.
Ist der Hund im Auto untergebracht, sollte man ihn besonders in der warmen Jahreszeit oder speziell in südlichen Gefilden niemals im geschlossenen Auto zurücklassen. Temperaturen in einem stehenden Auto können für den zurückgelassenen Hund den Tod durch Hitzschlag bedeuten. Da Hunde ihre Körpertemperatur allein mittels Hecheln regulieren, sind sie von warmen Temperaturen besonders betroffen. Bereits ab einer Temperatur von 28 °C hat der Hund Schwierigkeiten, seine Körpertemperatur moderat zu halten. Besonders im Sommer kann das im Auto drastische Folgen haben: Bereits bei Außentemperaturen von 20  °C steigen die Temperaturen im Auto (in der Sonne) nach 30 Minuten auf 36 °C und nach 60 Minuten auf 46 °C an – absolute Lebensgefahr für den Vierbeiner.

Addendum

Copyright green car magazine – Ausgabe II – 2017

Titelbild: Reisen mit Hund – Copyright Grischa Georgiew @ fotolia.com

Mehr Informationen und Tipps gibt es in der Serie “Urlaub mit Hund” ab Ausgabe II – 2017 im Abo unter

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