Sono Motors kooperiert mit Bosch

Sono Motors kooperiert mit Bosch

30. Januar 2019 Aus Von nh
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Der Hersteller Sono Motors gab in einer Presseerklärung vom 30. Januar 2019 eine Zusammenarbeit mit Bosch im Bereich Connected Car bekannt. Laut Hersteller sollen die Elektroautos über ein integriertes Car-, Ride- und Powersharing verfügen und sich durch Solar-Integration selbständig aufladen können. Bosch wird hierzu die zentrale Steuereinheit und eine software-basierte Lösung bereitstellen.

Sono Motors werkelt nach der angekündigten Preiserhöhung für den Akku weiter fleißig an dem angekündigten Produktionsstart Ende des Jahres 2019. Laut eigenen Angaben sollen momentan 9.300 angezahlte Vorbestellungen vorliegen für die Produktion des Sions. Mit der Unterstützung von Bosch sowie den bisher bekannt gegebenen Kooperationen mit Continental, als Zulieferer für das elektrische Antriebssystem des Sion, sowie die Partnerschaft mit ElringKlinger im Bereich Batterieentwicklung und -produktion soll der Einstieg in diie Produktion bis Ende des Jahres umgesetzt werden.

Bosch soll die Datenverbindung des Sion mit der Cloud durch eine Connectivity Control Unit (CCU) sicherstellen und die Bosch Automotive Cloud Suite integrieren, die eine große Anzahl an Funktionen der goSono App untersützen soll. Laut Sono Motors soll mit der Cloud die Basis für digitale Mobilitätsdienste, wie dem Service zum Laden der Elektrofahrzeuge und dem automatischen Notrufservice eCall gewährleistet werden.

“Zukunftsfähige Mobilität muss klima- und ressourcenschonend konzipiert und insgesamt deutlich effizienter gestaltet werden als bisher”, erklärt Roberto Diesel, Chief Technology Officer von Sono Motors, und ergänzt: “Private Fahrzeuge bleiben durchschnittlich 23 Stunden am Tag ungenutzt. Sie verschärfen die Problematik knappen innerstädtischen Parkraums und werden häufig von nur einer Person genutzt. Zentraler Bestandteil unseres Fahrzeugkonzepts sind deshalb die integrierten Mobilitätsfunktionen.”

Sono Motors verfolgt laut eigenen Vorstellungen mit dem Konzept die Idee, das Fahrzeug so vielen Benutzern wie möglich zugänglich zu machen. Über eine intuitive mobile Anwendung, die alle Mobilitätsdienstleistungen integriert,sollen das Fahrzeug selbst, eine Fahrt oder Energie geteilt werden. Neben dem Thema Umwelt- und Klimaschutz adressiert das Unternehmen damit langfristig auch die Probleme einer überlasteten Infrastruktur, die letztendlich nur über eine Reduktion sowie die deutlich stärkere Auslastung produzierter Fahrzeug zu lösen sein wird. Neben der Fahrzeugentwicklung und -fertigung ist das Angebot von Mobilitätsdienstleistungen die zweite Säule des Geschäftsmodells von Sono Motors.

Interessant wird sein, wie sich die Ideen in der Praxis bewähren und ob es ein dichtes Netzes an Fahrzeugen geben wird, die in Zukunft die aufgegriffenen Sharing-Optionen umsetzen können. Mit der Markteinführung des Sion kann man wohl Anfang 2020 rechnen.

Addendum

Quellen: Sono Motors / Bosch

Titelbild: Copyright Sono Motors

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