Volvo reagiert auf BAFA-Anforderungen

Volvo reagiert auf BAFA-Anforderungen

14. September 2021 0 Von N. Hagedorn
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Ab Januar 2022 werden die Vorschriften für die staatliche Förderung von Plug-in-Hybriden in Deutschland deutlich verschärft. Davon betroffen sind in erster Linie die großformatigen und schweren SUV-Modelle mit weniger als 60 Kilometern Reichweite. Um weiterhin die finanzielle Unterstützung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu erhalten, müssen Plug-in-Hybride mit Zulassung ab Januar 2022 ihre elektrische Reichweite auf 60 Kilometer erweitern.

Der Plug-In-SUV als Firmenwagen ist vor allem wegen der Förderungen bei der Neuanschaffung und der steuerlichen Förderung beliebt. Statt der 1-Prozent-Regelung vom Brutto-Listenpreis erfolgt bei diesen Modellen eine Versteuerung mit lediglich 0,25 Prozent. Diese Regelung greift bei Listenpreisen unter 65.000 Euro. Der Umweltbonus wird ab Januar 2022 nur noch gewährt bei einer elektrischen Reichweite von 60 Kilometern und ab 2025 von mindestens 80 Kilometern. Der Grundsatz lautet: „Gefördert werden nur noch Modelle, die entweder maximal 50 Gramm CO2/km ausstoßen oder eine rein elektrische Reichweite von mindestens 60 Kilometern vorweisen können.“

Größere Akkukapazitäten für 60er und 90er Baureihen

Entscheidend für die Förderung ist der Tag der Auslieferung (Erstzulassung). Die Förderung beträgt bei Anschaffungspreisen unter 40.000 Euro 6.750 Euro, darüber bis zum Anschaffungspreis € bis 65.000 € gibt es 5.625 Euro Bonus. Über den Sinn der Förderung der großen und schweren SUV gehen die Meinungen auseinander, tatsächlich gibt es laut Aussagen einiger Händler viele SUV-Plugin-Hybride, die noch nie an der Steckdose geladen wurden. Das Kabel liegt dann meistens noch in Originalverpackung unbenutzt im Kofferraum bei Leasingrückläufern oder Inzahlungnahme. Gewöhnlich erfolgt die Aufladung des Akkus über die Rekuperation oder den Verbrennungsmotor.

Volvo Recharge Modelle mit Plug-in-Hybridantrieb - Copyright Volvo
Volvo Recharge Modelle mit Plug-in-Hybridantrieb – Copyright Volvo


Damit die Hersteller keinen Wettbewerbsnachteil erleiden, werden jetzt eilig die Akkukapazitäten für den elektrischen Vortrieb erneuert. Volvo hat laut eigenen Angaben die Akkukapazitäten für die Volvo Recharge Modelle der 60er und 90er Baureihen auf eine Gesamtkapazität von 18,8 kWh erhöht und mit einem 107 kW (145 PS) Elektromotor ausgerüstet. Damit soll eine elektrische Reichweite von bis zu 90 Kilometern erzielbar sein.
„Das Fahren eines Plug-in-Hybrid ist oft ein Sprungbrett zum rein elektrischen Fahren“, so CEO Henrik Green. „Wir glauben, dass dieses Upgrade vielen zeigen wird, dass elektrisches Fahren die Zukunft ist. Damit kommen wir unserem Ziel für 2030 näher, vollständig elektrisch zu fahren.“

The refreshed Volvo S90 Recharge T8 plug-in hybrid in Platinum Grey - Copyright Volvo
The refreshed Volvo S90 Recharge T8 plug-in hybrid in Platinum Grey – Copyright Volvo


Fazit


Die Anforderungen an die Fördermittel für Plug-In-Hybride werden moderat erhöht, die Hersteller werden ihre Akkukapazitäten anpassen. Aber auch die reinen großformatigen E-Stromer standen schon bei der IAA-Mobility in den Startlöchern. Langfristig ist ab 2025 mit einem breiteren Angebot an Elektro- und Wasserstoff-SUV zu rechnen.

Addendum

Titelbild – Volvo V90 Recharge Copyright Volvo

N. Hagedorn
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