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Elektroauto mit Batteriesatz Copyright Patrick P. Palej @ fotolia.com

Welche Risiken birgt eine lange Standzeit des Autos, insbesondere im Winter? So verhindern Sie eine Batterieentladung.

Anzeige – Erinnern Sie sich an den Winter des Jahres 2024. Erinnern Sie sich an die Schneedominanz, die 18 Tage lang die Häuser, Straßen und Autos Dresdens bedeckte? In dieser Zeit arbeiteten die meisten Bürger von zu Hause aus, weil sie einfach nicht zur Arbeit kommen konnten. In diesem Zeitraum, genauer gesagt am 9. Januar 2024, wurden rekordverdächtige 19.714 Einsätze registriert, von denen mehr als 50 % mit Problemen mit der Autobatterie zu tun hatten. Die Menschen gingen nach den Schneefällen auf die Straße, um ihren Geschäften nachzugehen, konnten aber ihre Autos nicht starten, weil die Batterie „leer“ war. Solche Ereignisse sind jedoch nicht nur eine Unannehmlichkeit. Jeder Batteriewechsel, der hätte vermieden werden können, fügt dem CO2-Fußabdruck der Produktion etwa 15 kg zusätzliches CO₂ hinzu.

Schadet längerer Leerlauf der Umwelt?

Die wenigsten Autobesitzer denken darüber nach, aber Tatsache ist, dass ein längerer Leerlauf (vor allem im Winter) die Umwelt belastet. Denn auch wenn Sie Ihr Auto nicht fahren, ist es ein passiver Verbraucher von Energie. Wie ist das möglich? Ein einfaches Beispiel: Systeme wie Wegfahrsperren und Telematiksysteme verbrauchen in zwei Wochen etwa 2 kWh Strom. Wozu führt das? Dies führt zu einer allmählichen Entladung der Autobatterie.

Es sollte auch bedacht werden, dass die Winterkälte einen erheblichen Einfluss auf die Batteriekapazität hat. Bei -10 Grad sinkt die Kapazität zum Beispiel um 20 Prozent, bei -20 Grad um bis zu 35 Prozent. Darüber hinaus gibt es einen Unterschied zwischen neuen und alten Batterien. Letztere verschleißen und verlieren ihre Fähigkeit, eine gleichwertige Ladung wie neue Batterien zu halten. Laut KBA 2024, liegt das Durchschnittsalter der deutschen Autos bei 10,3 Jahren. Das bedeutet, dass die Batterien in den meisten dieser Autos entweder tot sind oder kurz davor stehen. Das Beste, was wir für die Umwelt tun können, ist also, dieses Gerät richtig zu benutzen und es nicht zur ständigen Vollentladung zu bringen. Denn wie bereits erwähnt, vergrößert die Produktion jeder neuen Autobatterie den Kohlenstoff-Fußabdruck. Gleichzeitig hat eine Studie des Umweltbundesamtes gezeigt, dass eine kompetente ökologische Fahrweise und Autowartung die CO₂-Emissionen um mindestens 5 % senken kann.

Rotes Signal: Woher weiß man, wann die Batterie leer ist?

Eigentlich ist es gar nicht so schwer zu erkennen, dass die Batterie langsam ihre Kapazität verliert. Und es lohnt sich, darauf zu achten, denn man will ja nicht mitten auf der Straße stehen bleiben und das Auto nicht mehr starten können.

Worauf sollten Sie also achten? Das erste ist ein langsamer Motorstart. Ein weiteres aufschlussreiches Signal ist das periodische Flackern der Scheinwerfer oder der Innenbeleuchtung. Dies ist besonders auffällig, wenn der Motor angelassen wird. Achten Sie auch auf das plötzliche Zurücksetzen der Uhr oder anderer Einstellungen des Bordcomputers nach dem Anlassen des Motors. Und natürlich ist das wichtigste Signal für das Vorhandensein eines Problems das Auftreten eines Fehlers im elektronischen Stabilisierungssystem. Darüber hinaus sind viele moderne Batterien, darunter auch die Bosch Batterie, mit einem IBS-Sensor ausgestattet, der ein Signal sendet, wenn die Spannung unter 12,4 V fällt. Ein weiteres Anzeichen kann laut AUTODOC-Experten ein stechender Geruch sein, nämlich: 

«Wenn man im Fahrzeug einen Schwefelgeruch, der auch an faule Eier erinnert, wahrnimmt, deutet dies auf eine überladene oder beschädigte Autobatterie hin. Wird die Batterie mit einer zu hohen Spannung geladen, kann ein solcher Geruch durch eine ungewollte Freisetzung von Schwefelwasserstoff entstehen».

Temperatur in der UmgebungNeue Batterie (100 %)Batterie 5 Jahre (etwa 70 %)Batterie 8 Jahre (etwa 50 %)
+ 20 °C45 Tage31 Tage20 Tage
0 °C30 Tage21 Tage14 Tage
-10 °C18 Tage12 Tage8 Tage
-20 °C11 Tage7 Tage5 Tage

Einige Tipps für Fahrer zur Verlängerung der Batterielebensdauer

Es gibt ein paar einfache Tricks, um sicherzustellen, dass Ihre Autobatterie lange genug hält. Hier sind die wichtigsten davon:

  1. Wenn Ihr Auto aus irgendeinem Grund längere Zeit nicht benutzt wird, sollten Sie es alle 14 Tage für mindestens 6 Stunden an ein intelligentes Ladegerät anschließen. Diese Geräte sind in der Lage, den Ladevorgang zu optimieren und Überladung und Sulfatierung zu verhindern. 
  2. Autos fahren gerne lange Strecken. Bei kurzen Fahrten zur Arbeit oder zum Supermarkt wird die Batterie nicht vollständig aufgeladen. Dafür ist eine Fahrt von etwa 30 Kilometern notwendig. Es ist ratsam, dies wöchentlich zu tun.
  3. Denken Sie daran, dass Sie die Lebensdauer der Batterie verlängern können, wenn Sie die Anzahl der Start- und Stoppzyklen des Motors reduzieren. 
  4. Vergessen Sie nicht, nicht benötigte elektrische Geräte auszuschalten, wenn das Auto stillsteht. Zum Beispiel die gleichen Videorekorder und OBD-Tracker. 
  5. Schützen Sie die Batterie vor der Kälte. Sie können eine spezielle Wärmedecke für dieses Gerät verwenden oder das Auto nur an Orten abstellen, an denen die Lufttemperatur stabiler ist und es keinen Niederschlag gibt. 
  6. Es gibt spezielle Bluetooth-Tester für Batterien. Sie helfen dabei, die Spannung in Echtzeit zu überwachen und damit zu kontrollieren. Auf diese Weise können Sie vermeiden, die Batterie an einen kritischen Punkt zu bringen. 
  7. Kaufen Sie einen tragbaren Starthilfeverstärker (400A) und nehmen Sie ihn mit. Damit können Sie den Motor ohne Hilfe starten.

Statt einer Schlussfolgerung:

Alle 7 Punkte, die wir oben beschrieben haben, können die Lebensdauer der Batterie deutlich verlängern. Darüber hinaus reduzieren diese Maßnahmen auch den CO₂-Ausstoß erheblich. Welche umweltfreundlichen Tipps für den Winter nutzen Sie? Teilen Sie sie in den Kommentaren!

Informationsquellen:

Das Durchschnittsalter der deutschen Flotte beträgt 10,3 Jahre

Wie man eine Autobatterie überprüft – Tipps von AUTODOC

Addendum

Gastartikel