Fisker plant Konkurrenzmodell zum Tesla Model Y

Fisker plant Konkurrenzmodell zum Tesla Model Y

27. Juni 2019 Aus Von Nils Hagedorn
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Die Autobauerfirma rund um den Dänen Henrik Fisker startet einen neuen Versuch, eine Elektro-Limousine auf den Markt zu bringen und wagt zum Jahr 2021 einen Neuanfang. Laut einem Statement der Firma soll der Wagen zu einem Preis von unter 40.000 Dollar in den Handel gehen. Der elektrische SUV soll offenbar mit einem 80 Kilowatt starken Lithium-Ionen-Batteriesatz betrieben werden und soll eine Reichweite von 480 Kilometer erzielen.

Schon 2011 brachte der ehemalige BMW- und Aston-Martin-Designer Henrik Fisker mit der neu gegründeten Marke Fisker den ersten PHEV unter dem Namen Fisker Karma auf den Markt. Im Sog finanzieller sowie technischer Probleme ging das Projekt unter, und eigentlich hätte die Geschichte des ehrgeizigen kalifornischen Start-ups damit das Ende des letzten Kapitels erreichen können. Aber hier im Norden herrscht der Glaube, das Totgesagte länger leben.

Konkurrenz für Tesla?

Die Geschichte des Elektroautos belebte jedoch zunächst Tesla. Mit Hilfe chinesischer Investoren, die sich vor allem in der Automobilindustrie im Sektor der Elektromobilität tummeln, wurde der Turnaround vollzogen. Der chinesische Automobilzulieferer Wanxiang übernahm Fisker, das nunmehr als Karma Automotive firmiert. Der ursprünglich von Fisker entworfene Karma hat inzwischen den Namen auf Karma Revero gewechselt und wird in Südkalifornien produziert.

Inzwischen plant der Hersteller eine größere Modelloffensive im Luxus-Segment für elektrisch angetriebene Fahrzeuge, geplant sind Plug-in-Hybride und rein elektrische Modelle. Die großartigen Pläne sind im Sommer 2019 schon über den Kurznachrichtenkanal Twitter verbreitet worden. Ein sogenanntes nachhaltiges SUV wurde vorgestellt mit einer elektrischen Reichweite von angedachten 480 Kilometern. Daneben sind einige Innovationen vorgesehen, wie zum Beispiel die Verwendung von recycelten und veganen Materialien. Ein gutes Raumausnutzungskonzept ermöglicht auch lange Gegenstände in das SUV zu laden. In der D-Säule unter dem Dach sollen Signalleuchten für Sicherheit beim Wechsel der Spur sorgen.
Allerdings sind alle angekündigten Entwicklungen wahrscheinlich erst 2021 serienreif. So ist die Solid-State-Batterie für das Luxus-Modell eMotion noch in der Entwicklung. Auch der Einsatz der Rohstoffe und Recyclingmaterialien ist noch in der Planung.

Hat Fisker eine Zukunft?

Vorbestellbar ist das Luxusmodell Fisker eMotion schon seit einem Jahr für einen Preis von 129.900 US-Dollar (circa 110.000 Euro) . Es gibt jedoch offiziell keine Fertigungsstätte für die neuen Modelle. Dafür wurde aber schon Don Jackson als zuständiger Leiter für die zukünftige Fertigung eingestellt, der in der Vergangenheit schon bei Volkswagen und Toyota für die Fertigung von Fahrzeugen verantwortlich war.


Momentan lebt Fisker noch seine Visionen bei Twitter aus. Und inzwischen hat selbst Volkswagen die Elektromobilität als zukunftsweisende Schlüsseltechnologie im Automobilbau zugewiesen. Die Konkurrenzsituation wird sich also weiter verschärfen. Man darf auch angesichts der Erfahrungen junger Player auf dem Markt gespannt sein, ob Fisker in der Lage sein wird, das Auto am Markt zu platzieren und langfristig auch nach Europa exportieren wird. Das angedachte Preis-Leistungsverhältnis kombiniert mit den Recyclingmaterialien könnte den Wettbewerb bereichern.

Addendum

Titelbild Fisker E-SUV Frontansicht – Bild: Twitter Account henrikfisker

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