Goodbye Verbrennungsmotor

Goodbye Verbrennungsmotor

2. Dezember 2019 0 Von Nils Hagedorn
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Tesla kündigt die Gigafactory im Mutterland des Autos an. Hätte es noch eines deutlichen Signals zum Aufbruch in die emissionsfreie Mobilität bedurft? Nein, es war schon vorauszusehen. Während die deutschen Automobilhersteller sich jahrelang um die Optimierungsmöglichkeiten der traditionellen Verbrennungsmotoren mühen, stellt Tesla in Deutschland die Automobilzeiten auf das 21. Jahrhundert ein.

Die Signale einiger globaler Hersteller eilten schon lange voraus. Toyota verkauft schon seit 20 Jahren Hybridautos und hat inzwischen weltweit über 11 Millionen Fahrzeuge mit Hybridantrieb abgesetzt. Ein Effekt ist die Behauptung als einer der Top-Hersteller in den USA. Volvo als europäischer Hersteller hatte nach dem Dieselskandal im Jahr 2017 versprochen, keine neuen Dieselmotoren zu entwickeln. Zudem sollten 2019 alle neu entwickelten Modelle einen Elektromotor haben. Inzwischen sind es zwar noch vorwiegend Hybridantriebe, aber die Zeichen auf die Umstellung wurden schon mal angekündigt.

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Aber ausgerechnet Tesla hat auf dem steinigen Weg der letzten Jahre den längsten Atem bewiesen. Trotz vieler Rückschläge in der Produktion oder der Ersatzteilversorgung und Zweifel an der Finanzierung der Projekte hat sich der Hersteller am bisher relativ kleinen Weltmarktanteil an Elektroautos behauptet. Einen Fuß in der Tür auf dem Markt in Deutschland hat Tesla schon seit der Übernahme des Maschinenbauunternehmens Grohmann Engineering im Januar 2017. Die Produktion für die Konkurrenten BMW, Daimler, General Motors und Bosch wurde auf Forderung von Musk eingestellt und seitdem konsequent auf Tesla ausgerichtet. Sollte die Ankündigung der Gigafactory in die Tat umgesetzt werden, können sich die deutschen Hersteller auf einen harten Wettbewerb einstellen.

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