NFC Zahlung Sinnbild - Copyright NicoElNino @ Adobe Stock

Kontaktloses Bezahlen mit Debit- und Kreditkarten an Allego Ladesäulen

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Die Allego GmbH mit Sitz in Berlin betreibt ein Netz von Ladestationen für Elektroautos in Deutschland. Als Charge Point Operator (CPO) errichtet und betreibt Allego die Ladesäulen-Standorte. Das Angebot erstreckt sich von der Planung und Errichtung des Ladestandortes bis hin zur Sicherung des Betriebs durch Support und Wartung. Der Ladeinfrastrukturbetreiber gehört zur Investmentgesellschaft Meridiam mit Hauptsitz in Paris. Ziel ist laut eigenen Angaben ein Ausbau der Ladestationen an interessanten Standorten in Kooperation mit Kommunen und Unternehmen. Das Abrechnungssystem für die Ladesäulen unterstützt Ladekarten und Zugangsapps und direkte Bezahlsysteme mit der Kreditkarte und Paypal.

Laut den eigenen Plänen soll eine neue und vereinfachte Zahlmöglichkeit in Kooperation mit den Kreditkartenunternehmen Visa, American Express und Mastercard eingeführt werden. In Zusammenarbeit mit Visa wurde ein zertifizierter multioptionaler Zahlungsstandard entwickelt. Damit werden die Nutzer an nachgerüsteten Allego-Ladesäulen direkt über EMV ( Europay,Mastercard,Visa) und NFC (Near Field Communication) in Zukunft bezahlen. Damit wird das kontaktlose Bezahlen per Kreditkarte einem NFC-fähigen Gerät (mit z. B. Apple Pay, Google Pay) vor das integrierte Zahlungsterminal der Ladesäulen ermöglicht.

fast E Ladesäule
fast E Ladesäule

Eingeführt wurde die erste Allego-Schnellladesäule mit EMV- und NFC-Technologie Shell Holloway in London eröffnet. Die Technologie wird in Zukunft laut Allego im gesamten Shell-Ladenetz in Großbritannien eingeführt. Ab 2019 werden dann alle neu errichteten Allego-Schnellladesäulen (50kW) serienmäßig über die NFC-Funktion verfügen.

NFC-Praxistest in Kiel

Allego erwartet ein starkes Wachstum beim Marktanteil für Elektroautos. Aus der Sicht des Ladeinfrastrukturbetrreibers wird die Akzeptanz der Aufladung an den Schnellladesäulen durch die Tap- und Pay-Technologie vereinfacht. Wir vom green car magazine haben das kontaktlose Verfahren an der Schnellladesäule in Kiel mit einer üblichen Ladekarte vor Ort getestet. Die „fast-e“-Säule wird kontaktlos über das NFC-Feld gestartet. Der Ladevorgang wird via Dislplay gesteuert, nach der Auswahl des Ladesteckers kann die Aufladung per Knopfdruck gestartet werden. Nach erneuter Anforderung kann auch jederzeit am Display der aktuelle Ladezustand abgerufen und der Vorgang nach eigenen Wunsch abgeschlossen werden.

Ladevorgang Dezember 2018
Ladevorgang Dezember 2018

Das System ist übersichtlich und einfach strukturiert. Statt einer kWh-Abrechnung bietet Allego ein Pauschalsystem für Aufladungen an: „Für eine Standardladung: 5,45 € (inklusive 19% MwSt.) pro Ladevorgang. Für eine Schnellladung: 7,50 € (inklusive 19% MwSt.) pro Ladevorgang. Die Tarife richten sich nach dem durchschnittlichen Ladeverhalten an den Allego Ladesäulen. Allerdings können die oben genannten Festpreise abhängig von den Gebühren der Mobility Service Provider (MSP) oder E-Roaming Plattformen variieren.“ ( Stand Dezember 2018)

Das System bietet abhängig von der Nutzung Vor- und Nachteile. Interessant ist es auf jeden Fall für Nutzer der Schnellladesäulen, die genügend Zeit haben den Akku komplett aufzuladen. Entsprechend sollte man sich also vorab überlegen, ob man diese Paketlösung nutzt. Es bleibt abzuwarten, ob und in welcher Weise das Abrechnungssystem in Zukunft noch modifiziert wird.

Addendum

green car magazine  12/2018

Titelbild: NFC Zahlung Sinnbild – Copyright NicoElNino @ Adobe Stock

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