Praxistest BMW X5i 40e

Praxistest BMW X5i 40e

28. August 2018 Aus Von N. Hagedorn
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BMW treibt den Ausbau der BMW i Baureihen konsequent voran. Vom kompakten Elektroauto i 3 bis hin zu den großvolumigen Premium-Modellen der X-Reihe. Die Plug-in-Hybrid-Modelle von BMW bilden dabei ein wichtiges Segment im Hinblick auf Langstreckentauglichkeit und Akzeptanz gegenüber den Dieselmodellen. Wir testen das beliebte Modell X5 mit den beiden aufeinander abgestimmten Motoren.

Die globalen Automobilhersteller setzen für den deutschen Markt auf diesen Trend. Nach anfänglicher Skepsis sind die ersten Hersteller inzwischen sogar auf den Verzicht zum Dieselmotor eingegangen. Bei den großformatigen SUV-Modellen wird zudem verstärkt auf den dualen Antrieb gesetzt denn die Autos mit dem E in der Modellbezeichnung passen besser zum aktuellen Zeitgeist.

Langstrecken-Flaggschiff

Nach den Kurzstrecken im reinen Elektrobetrieb lässt sich das Zusammenspiel der beiden Antriebsquellen im Langstreckenbetriebe auf vielfältige Art regeln. Die Kombination aus beiden Motoren wird perfekt aufeinander abgestimmt, ohne dass es zwischen diesen Antriebsphasen ruckelt. Den Hauptantrieb leistet der Zweiliter-Turbo-Vierzylinder, der in den kleineren Baureihen zur Allzweckwaffe der Bayern wurde und zahlreiche Reihensechszylinder ablöste. Seine 180 kW (245 PS) werden an der 8-Gang-Automatik von einem 83 kW (113 PS) starken Elektromotor unterstützt, die den 2,2 Tonnen schweren Allradler auf insgesamt 230 kW (313 PS) Leistung anwachsen lassen. Im Onlinemedienrepertoire noch schnell den „Ritt der Walküren“ von Wagner laden und dann die volle Kraft im „Sportmodus“ am besten auf den Autobahnlangstrecken erfahren und genießen. Hier spielt der X5 seine wahren Stärken aus: Ein sattes und ausgewogenes Fahrwerk lässt den Fahrer bei allen Geschwindigkeitsstufen im 8-Gang-Automatikgetriebe einen ausgewogenen Fahrgenuss erleben.

Details BMW X5i 40e - Copyright BMW

Details BMW X5i 40e – Copyright BMW

Bereits seit der Einführung der X-Serie wurden Tempomat und zusätzliche Fahrhilfen direkt in das Multifunktionslenkrad ergonomisch integriert. Per Fingertipp lassen sich die automatisierten Fahrassistenten aktivieren und feinsteuern. Höchstgeschwindigkeit
und Abstandsstufen zu den vorausfahrenden Fahrzeugen lassen sich einfach mit dem Daumen während der Fahrt einstellen. Entspannung und Entlastung für den Fahrer während der Langstrecken sind ein wesentliches Merkmal der X-Serie.
Zur Navigation dient das zentrale und hoch angesetzte Multimediadisplay mit einer intuitiven Bedienung, die entweder direkt auf dem Touchscreen ausgeführt werden kann oder mittels des klassischen Wahlrades in der Mittelkonsole.
Während der Fahrt mit dem Automatikgetriebe ist das Wahlrad aus unserer Sicht am besten zur Menüführung geeignet. Zu den komfortablen Fahrfunktionen gesellen sich ein umfangreiches Equipment für die Navigation, der Multimediabereich und die individuellen Fahrzeugeinstellungen.

Laden und Fahren

Ein Manko bei fast allen großformatigen SUV als Plug-in-Hybriden sind die langen Ladevorgänge. Für die Aufladung des kompakten Akkus sind im günstigsten Fall fast 3 Stunden notwendig. Und nur dann lässt sich auch nur annähernd der im Prospekt angegebene Durchschnittsverbrauch von 3,4 Liter Superbenzin auf den ersten
100 Kilometer Fahrtstrecke erzielen.
In der Praxis ist es natürlich nicht relevant, nach jeweils 100 km das Auto aufzuladen. Und so taxieren sich die Verbrauchsdaten laut Online-Monitor im Durchschnitt auf das 3- bis 4-Fache des EU-Durchschnittsverbrauches. Das ist aber bei dem Gesamtgewicht im reinen Verbrennungsmotor-Modus erwartbar.

Das i steht bei BMW für die Zukunft

Bei BMW stehen in diesem Jahr wichtige Weltpremieren an. Den Anfang machte das neue 8er-Coupé im Juni. Ende 2018 wird die Serienversion des X7 präsentiert. Und dazwischen müssen die Münchner noch freie Plätze für die Debüts des neuen Z4 und des neuen X5 finden. Das große SUV wird auf dem Pariser Autosalon im Herbst seine Weltpremiere feiern. Das i steht für die Elektrifizierung der gesamten Modellpalette.
Während die ersten globalen Hersteller schon den Abschied vom Dieselmotor proklamieren, steht beim bayerischen Motorenhersteller noch der Einklang zwischen Diesel-Tradition und Elektrifizierung auf dem Programm.

Addendum

Artikel aus dem green car magazine 2018.

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N. Hagedorn