Subaru Outback 2,5i Sport – Eyesight im Langstreckentest

Subaru Outback 2,5i Sport – Eyesight im Langstreckentest

27. März 2019 Aus Von nh
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Ein im Weltmarkt relativ kleiner Hersteller wie Subaru muss sich besonders um ein klares Konzept bemühen. Daher sind bestimmte Alleinstellungsmerkmale wichtig im hart umkämpften Automobilmarkt. Subaru setzt seit Jahrzehnten konsequent auf den Allradantrieb, den Boxermotor und ein ausgeklügeltes Notbremssystem. In den kommenden Jahren wird auch der Umbruch zur Elektromobilität eingeleitet. Ein Blick auf ein besonderes Fahrzeugkonzept und das Eyesight-System.

Im Innenraum setzt Subaru auf viel Platz für fünf Erwachsene mit gut konfigurierbaren Vordersitzen und einer Rückbank mit viel Bein- und Kopffreiheit. Das Cockpit ist konsequent sachlich ausgelegt. Schon in der Basisausstattung ist das aus anderen Subaru-Baureihen verwendete „Eyesight“-Fahrerassistenzsystem Serienausstattung. Es beruht aus zwei Kamerasensoren, die ein stereoskopisches Bild erzeugen. Laut Subaru ist das Ergebnis: eine hohe Genauigkeit in der Erfassung möglicher Hindernisse und der daraus resultierenden Warnungen und Eingriffe. Es umfasstKollisionsverhinderer, Spurhalte- und Spurleit-Assistent sowie Abstandstempomat. In der höchsten Ausstattung „Sport“ sind zusätzlich Totwinkelwarner sowie Spurwechsel- und Querverkehrsassistent an Bord. Darüber hinaus bietet die Topversion Heizungen für Lenkrad und Fondsitze.

Subaru Outback 2,5i Sport – Eyesight
Subaru Outback 2,5i Sport – Eyesight

Eyesight im Praxistest

Für den Outback steht ein umfassendes Sicherheitspaket im Vordergrund. Es ist für fast alle Modelle als Serienausstattung erhältlich und ein Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten, die Assistenzsysteme häufig nur gegen Aufpreis anbieten. Die Basis für dieses System bilden die neben dem Innenspiegel platzierten beiden Kameralinsen. Sie erzeugen ein stereoskopisches Bild von der Situation vor dem Auto. Das Ziel ist eine frühzeitige Erfassung möglicher Gefahrenquellen, zum Beispiel von Hindernissen oder querenden Passanten. Es werden dann entsprechende Warnungen an den Fahrer gegeben oder es erfolgen Eingriffe mittels Notbremsassistent.

Das System ist mit den Automatikgetriebe gekoppelt. Das erleichtert den Zugriff auf den Antriebsstrang für die adaptive Geschwindigkeitsregelung und sichert eine schnelle Reaktion bei Gefahrensituationen. Das System wurde erst im Sommer 2017 beim ADAC-Vergleichstest unter die Lupe genommen. In den typischen simulierten Gefahrensituationen wie „Parkende Autos“, „Verdreckte Scheibe –Schlechte Sicht“, „Sensor Blind – Keine Sicht“, „Neustart“ oder „Nasse Fahrbahn“ wurde das System in einem Subaru Outback mit den Systemen eines VW up! und eines Seat Ateca verglichen. Das Urteil des ADAC zu den Testversuchen lautet: Eyesight warnt den Fahrer rechtzeitig und leitet bei Bedarf selbstständig eine Notbremsung ein – Unfälle lassen sich laut dem Automobilclub dadurch im Idealfall vollständig vermeiden.

In den aufgeführten Situationen wurde bei allen Tests ein Aufprall vermieden oder der Fahrer rechtzeitig gewarnt. Gleichzeitig sollte man auch mal einen Blick in das Handbuch zum Eyesight-System von Subaru werfen. Das System kann bestimmte Situationen natürlich nicht auflösen. So werden laut Subaru Hindernisse unter 1 Meter Höhe wie Grundstücksmauern oder Tiere nicht als Störfaktor identifiziert. Weitere Einschränkungen werden ausführlich im Handbuch beschrieben.

Fahreigenschaften

Bei unseren Testfahrten haben wir vor allem die Eigenschaften im Gelände und unter schwierigen Straßenverhältnissen getestet. Wald- und Feldwege sowie weiche Untergründe wurden ausgiebig mit dem permanenten Allradsystem durchforstet. Trotz hohem Aufbau sorgt ein tiefer Schwerpunkt – begünstigt durch den eingebauten Boxermotor – für eine stabile Straßenlage. Die hohe Bodenfreiheit von 20 cm und ein zuverlässiger Allradantrieb lassen den Subaru die meisten Fahrsituationen im Gelände sicher bewältigen.

Einige Details sind uns bei den Fahrten aufgefallen: Die flach verlaufende Motorhaube ermöglicht einen guten Vorausblick. Der Luftdruck lässt sich per Auswahl an die Situationen geringe Beladung, hohe Beladung oder Anhängerbetrieb anpassen.

Preise und Wirtschaftlichkeit

Der Grundpreis liegt bei 36.900 Euro. Der Verbrauch bei herbstlichen Bedingungen pendelte sich bei unserem Test zwischen 8 und  Liter Super ein. Bei starker Geländebeanspruchung oder im Anhängerbetrieb sind natürlich auch höhere Werte zu erzielen. Die Einstufung in der Versicherung liegt mit den Stufen 18/25/25 (Haftpflicht/Voll-/Teilkasko) im oberen Segment. Die Garantieversprechen liegen bei 5 Jahren.

Fazit

Der Subaru Outback ist konsequent auf ein belastbares Geländefahrzeug ausgelegt. Er ist in erster Linie auf die Nutzer im Jagd- und Forstbetrieb zugeschnitten. Mit einer gebremsten Anhängerlast von bis zu 2000 kg und dem Allradantrieb ist er darüber hinaus auch für Nutzer aus dem Bau- und Handwerksbereich eine Alternative. Das Eyesight-System kann in typischen Gefahrensituationen im laufenden Verkehr Kollisionen vermeiden helfen.

Addendum

e-boxer - Copyright Subaru
e-boxer – Copyright Subaru

Der e-Boxer auf dem Genfer Autosalon für den XV und Forester

Der Boxermotor als Alleinstellungsmerkmal soll wohl auch in Zukunft ein Markenzeichen bleiben. Laut Subaru soll der neue e-Boxer die Kraftversorgung zwischen Verbrennungsmotor und Elektromotor im XV und Forester völlig automatisch auf die Fahrbedingungen abstimmen. Drei verschiedene Fahrmodi sind erzielbar: rein elektrisches Fahren, Fahren mit Verbrennungsmotor oder elektrisch unterstütztes Fahren. Aus dem Stand oder bei geringer Geschwindigkeit sorgt der Elektromotor alleine für Vortrieb. Je nach Batterieladung und Fahrverhalten können rein elektrisch nur Kurzstrecken bis 1,6 km bei einer Höchstgeschwindigkeit von ca. 40 km/h erreicht werden. Bei mittleren Geschwindigkeiten unterstützt der Elektromotor den 2,0-Liter-Vierzylinder Boxer-Benzinmotor, während bei hohen Geschwindigkeiten nur der Boxer-Benzinmotor für Vortrieb sorgt und die Batterie lädt.
Die neue Antriebsvariante wird wohl erst Ende 2019 erscheinen. Die endgültigen technischen Leistungs- und Verbrauchsdaten werden nachgereicht. Weil der Hybridantrieb erst gegen Ende des Jahres in den Handel kommt, werden die exakten Leistungs- und Verbrauchsdaten nach der entsprechenden Homologation verkündet. Die Systemleistung wird circa 160 PS betragen. Mit der leichten Leistungssteigerung verspricht Subaru eine Verbrauchsminderung im Vergleich zu bisherigen 2.0-Liter-Boxer-Benzinmotoren von 11 Prozent.


Langstreckentest Subaru Outback 2,5i Sport Modelljahr 2010.

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