Subaru setzt auf Eyesight als Notbremsassistent

Subaru setzt auf Eyesight als Notbremsassistent

30. Oktober 2017 Aus Von N. Hagedorn
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Subaru setzt seit 1972 den Schwerpunkt auf den Allradantrieb. Von insgesamt mehr als 21 Millionen produzierten Fahrzeugen sind laut eigenen Angaben mehr als 16 Millionen Allrad-Pkw zugelassen worden. Subaru hält seit 1966 konsequent am Boxermotor als Antriebsquelle fest. Die Subaru Deutschland GmbH vertreibt seit 1980 Allrad-Pkw und hat laut eigenen Angaben bis zum 31. Dezember 2016 in Deutschland 374.417 Fahrzeuge verkauft. In einem Kurzinterview mit dem neuen Geschäftsführer Christian Amenda der Subaru Deutschland GmbH erhalten wir Informationen zu technischen Neuheiten.

 

gcm: Subaru ist als Hersteller bekannt für allradgetriebene Pkw. Welche Neuheiten können wir zum neuen Modelljahr 2018 erwarten?

Christian Amenda: Zunächst einmal ist festzustellen, dass wir natürlich unserem Allrad-Antrieb treu bleiben, denn er gehört zur DNA von Subaru. Wir beginnen das neue Kalenderjahr mit zwei komplett neuen Modellgenerationen von Subaru XV und dem Impreza. Beide Modelle fußen auf einer neuen Plattform, was die Sicherheit noch einmal erhöht. Gegenüber den aktuellen Modellgenerationen konnte die Steifigkeit von Karosserie und Aufhängung um 70 bis 100 Prozent gesteigert werden, was ein hohes Maß an Laufruhe und Komfort garantiert. Der Subaru XV bleibt in der zweiten Generation seiner Formensprache treu, präsentiert sich aber komfortabler denn je. Er hat zudem eine erweiterte Sicherheitsausstattung erhalten und fährt im Jahr 2018 zusätzlich mit Spurwechsel-, Totwinkel- und Querverkehrsassistent vor. Insbesondere der Impreza kommt in seiner fünften Generation mit einem frischeren Design, einem erweiterten Platzangebot und modernsten Technologien in den Handel. Auch der Forester hat eine Modellpflege erfahren und wird im Modelljahr 2018 in der Automatik-Version unter anderem als Standard mit Eyesight auf den Markt kommen. Levorg und Subaru WRX STI haben ebenfalls einen Facelift erhalten. So kommt der WRX STI künftig mit einer modifizierten Frontpartie daher, außerdem wurde die Fahrzeugtechnik überarbeitet. So wurde, um nur ein Beispiel zu nennen, die Mitteldifferenzialsperre weiterentwickelt, was einem besseren Fahrverhalten zugutekommt.

 

gcm: Aufgrund der aktuellen Diskussionen zum Thema Dieselmotor rückt das Thema emissionsarme Antriebe in den Fokus der Käufer. Welche Lösungen bietet Subaru an?

Christian Amenda: Auch Subaru schaut in Richtung Plug-in-Hybrid- und Elektro-Antriebe. Für 2018 ist die Markteinführung eines Plug-in-Hybrids in den USA geplant. Für 2021 avisiert der Hersteller den Launch eines Elektromodells. Wann diese Technologien auf den deutschen Markt kommen werden, dazu können wir heute noch nichts Konkretes sagen.

gcm: Der Nutzen von Notbremssystemen wurde schon in mehreren Studien dokumentiert. Subaru setzt auf eine Stereokamera als Sensor. Welche Vorteile bietet dieses System?
Christian Amenda: 1. Es bietet deutliche Kostenvorteile gegenüber anderen Assistenzsystemen mit mehreren Sensoren, denn es müssen nicht verschiedene Erfassungseinheiten harmonisiert und die daraus resultierenden Fehlerquellen reduziert werden.
2. Da Eyesight in Automatik-Modellen serienmäßig angeboten wird, erreicht Subaru eine bessere Vollkaskoeinstufung beziehungsweise Versicherungsklasse bei den Versicherungen. Auch in der späteren Analyse der Schadenshäufigkeit profitieren wir davon, weil sich eine geringere Schadenshäufigkeit bei jeder neuen Einstufung positiv auf das gesamte Fahrzeugleben auswirkt.
3. Durch die Platzierung der Kameras rechts und links neben dem Innenspiegel werden Kosten verhindert, die zum Beispiel durch Parkrempler entstehen. Auffahrunfälle können keine Schäden in der Radarinfrastruktur und Sensorik in den Stoßstangen produzieren.
4. Mit der Montage der Kameralinsen im Innenraum können darüber hinaus Witterungseinflüsse minimiert werden.

Addendum:

Interview aus dem green car magazine Ausgabe V/2017

Titelbild: Copyright Subaru

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N. Hagedorn
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